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tlv unterstützt Warnstreik in Sachsen

 

Erfurt, den 04.02.2009

 

 

„Der tlv thüringer lehrerverband solidarisiert sich mit den Streikaktionen seiner sächsischen Kolleginnen und Kollegen“, sagte Rolf Busch, tlv Landesvorsitzender heute in Erfurt.

 

In Sachsen folgten Tausende Lehrer dem Aufruf des Sächsischen Lehrerverbandes (SLV) im VBE zum heutigen landesweiten Warnstreik an allen Schulen Sachsens.

 

„Diese bisher einmalige Aktion im Schulbereich eines Bundeslandes beweist eindeutig, dass es den Beschäftigten sehr ernst ist, die Forderungen der Tarifrunde 2009 nach acht Prozent, mindestens aber 200 Euro Gehalt monatlich mehr durchsetzen zu wollen“, so Busch weiter.

 

In der kommenden Woche werden von den Warnstreikaktionen dann auch Thüringer Schulen betroffen sein. Damit wird auch in Thüringen ein bisher nicht

erwarteter Weg erstmals gegangen.

 

Dabei ist eine vergleichbare Wucht wie in Sachsen nicht zu erwarten. Der

Grund dafür liegt einfach und allein darin, dass in Thüringen eine größere

Zahl der Lehrer im Beamtenverhältnis beschäftigt ist, die bekanntermaßen

nicht streiken dürfen. Da auch Thüringen seit 2007 keine Verbeamtungen im

Lehrerbereich mehr vornimmt, wird die Zahl der Streikberechtigten in Zukunft

deutlich ansteigen und auch Streiks in den Thüringer Schulen vergleichbare

Wirkungen wie in Sachsen entfalten. Der Warnstreik in der nächsten Woche ist

also nur ein erster Anfang.

 

„Mit unseren Forderungen wollen wir den Anschluss an die Tarifentwicklung

von Bund und Kommunen halten, denn Geld ist ja da. Wie sonst wäre es

möglich, dass innerhalb kürzester Zeit Milliardenbeträge für die Rettung der

Banken zur Verfügung gestellt werden konnten“, fügte Bernd Fröhlich,

stellvertretender tlv Landesvorsitzender und stimmberechtigtes Mitglied der

Bundestarifkommission der dbb tarifunion hinzu.

 

„Jeder Beschäftigte an einer Thüringer Schule, der sich am Arbeitskampf

beteiligt, leistet auch einen Beitrag zur Demokratieerziehung und zeigt,

dass auch die so genannten Staatsdiener bereit sind, für ihre Rechte mit

demokratischen Mitteln zu streiten. Dabei werden die Beamtinnen und Beamten ihre tarifbeschäftigten Kolleginnen und Kollegen unterstützen und sich nicht auf bestreikten Arbeitsplätzen einsetzen lassen“, ist sich Fröhlich sicher.

 


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