Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder: Am Freitag bleiben die meisten Schulen geschlossen
Radebeul - Bereits während der Winterferien hatte der Sächsische Lehrerverband seine Mitglieder über den Stand der Tarifverhandlungen informiert und für kommenden Freitag (27.2.2009) zum Warnstreik und zur zentralen Kundgebung nach Dresden aufgerufen.
„Die sächsischen Lehrerinnen und Lehrer haben das Scheinangebot der Arbeitgeber durchschaut und sind über deren Verhalten empört“, sagt Jens Weichelt, Vorsitzender des Sächsischen Lehrerverbandes.
Da die „angebotenen“ 4,2 Prozent erst zur Jahresmitte wirksam werden sollen, bedeutet das für 2009 praktisch eine Lohnerhöhung von lediglich 2,1 Prozent.
Die Laufzeit des Tarifvertrages soll nach den Vorstellungen der Arbeitgeber zwei Jahre betragen, das schließt für 2010 eine weitere Lohnerhöhung aus und bedeutet eine Nullrunde.
Am Sonnabend hatten die Mitglieder des Sächsischen Lehrerverbandes den Warnstreikaufruf im Briefkasten und bereits am gestrigen ersten Schultag haben die ersten Schulen ihre Beteiligung am Warnstreik bekundet.
Der Sächsische Lehrerverband geht deshalb davon aus, dass sich über 1.000 Schulen am Warnstreik beteiligen.
Der Sächsische Lehrerverband stellt zur zentralen Kundgebung in Dresden, auf der u.a. Frank Stöhr, Vorsitzender und Verhandlungsführer der dbb tarifunion, sprechen wird, wieder Busse zur Verfügung, die aus allen Teilen Sachsens in die Landeshauptstadt fahren.
„Von Dresden aus werden wir unseren Protest nach Potsdam tragen, den auch Herr Möllring (Verhandlungsführer der Arbeitgeber – TdL) nicht überhören wird“, bekräftigt Jens Weichelt, Vorsitzender des SLV, der am kommenden Wochenende wieder mit in Potsdam sein wird.
Ralph Tauscher
Pressesprecher des SLV
Bei Rückfragen: Jens Weichelt, Landesvorsitzender des SLV und Mitglied der Verhandlungskommission: 0176 4505 1703

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