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Weltlehrertag 2008: Lehrerbildung muss Spitzenqualifizierung sichern

 

Berlin - „Die Lehramtsstudien an den Universitäten müssen attraktiver werden“, forderte aus Anlass des Weltlehrertages am kommenden Sonntag der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger. Bund, Länder und Universitäten stünden in der Pflicht, die Lehrerausbildung als eine Spitzenqualifizierung für den Lehrerberuf zu gestalten, so Eckinger. Qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer seinen schließlich ein Eckpfeiler der Demokratie und dürften auf keinen Fall in Frage ge-stellt werden. „Am Ende der ersten Phase der Lehrerausbildung muss deshalb für alle Lehramtsstudiengänge ein gleichwertiger Masterabschluss mit 300 Leistungspunkten stehen. Der VBE lehnt jegliche Versuche in der Kultusministerkonferenz (KMK) ab, auf Schleichwegen Schein-Master für künftige Grund-, Haupt- und Realschullehrerinnen und -lehrer einzuführen. Der Lehrerberuf darf nicht zum Billigjob herabgewürdigt werden.“ Es müsse die Gefahr gebannt werden, dass der Lehrerberuf auf Zuruf und nicht aus professioneller Passion heraus ergriffen werde. „Das ist umso wichtiger, weil sich in Deutschland der Lehrermangel in den kommenden zehn Jahren noch verschärfen wird“, sagt Eckinger.

 

Eckinger kritisiert: „Bisher gilt die Lehrerbildung an den Universitäten nur als fünftes Rad am Wagen, obwohl sie nach der Zahl der Studierenden häufig sogar der größte Bereich ist.“ Es sei nicht hinnehmbar, dass sich auf Kosten der Lehrerbildung andere Fachbereiche Glanz zulegen könnten. „Von den Universitäten erwarte ich, dass auch die Lehrerbildung ihre Exzellenz unter öffentlichen Beweis stellen kann und sich an der Exzellenzinitiative beteiligt“, bekräftigt der VBE-Bundesvorsitzende.

 

„Viel mehr als bisher muss auch der Mangel an schulischen Führungskräften in den Fokus rücken“, sagt der VBE-Bundesvorsitzende. „Liebe zum Beruf und pädagogische Expertise von Lehrerinnen und Lehrern können sich erst richtig entfalten, wenn Schulen kompetent geführt werden. Auch Verantwortung für Schulleitung muss attraktiver werden.“ Eckinger verweist auf den Schulleitertag des VBE Ende September: „Der VBE fordert die Anerkennung des schulischen Spezialberufs Schulleiter, Führungsakademien zur systematischen Qualifizierung schulischer Führungskräfte und eine gezielte Nachwuchsgewinnung in der Lehrerschaft.“ Ein guter Weg könnten Module zur Einführung in schulische Führungsaufgaben innerhalb der Lehrerausbildung sein, schlägt Eckinger vor. ♦

 

 

 

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