Gute Bildungsvorsätze schon beerdigt
Berlin - „Das Konjunkturpaket der Regierungsparteien bedeutet für den Bildungsbereich einen Absturz in die herbe Wirklichkeit“, kritisiert Ludwig Eckinger, Bundesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung(VBE). „Alle Träume sind Schäume geworden. Bildung wird nicht als Konjunkturmotor ernst genommen“, sagt Eckinger. Diese ungute Botschaft zum Jahresauftakt lasse auch befürchten, dass die guten Vorsätze rund um den Bildungsgipfel bereits abgeheftet seien.
Eckinger bekräftigt, „Bildung muss Topthema im Superwahljahr 2009 werden“. Jeder Euro für Bildung müsse zum Abbau sozialer Schranken und für mehr Durchlässigkeit nach oben eingesetzt werden. An den staatlichen Schulen müssten ernsthaft die Bedingungen für individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler geschaffen werden. Andernfalls drohe ein massiver Vertrauensverlust in die Bildungsverantwortung des Staates, warnt der VBE-Bundesvorsitzende. Der Trend zur schleichenden Privatisierung von Bildung in Deutschland sei nicht hinnehmbar. „Jedes Kind hat den Anspruch auf bestmögliche Förderung“, bekräftigt Eckinger. ♦
 mdr-Interview mit Dr. Eckinger zum Konjunkturpaket II

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