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VBE lobt anlässlich des Weltfrauentages die positive Vorbildfunktion des Öffentlichen Dienstes
Stuttgart.
Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg sieht bei der Besoldung der Lehrkräfte eine positive Vorbildfunktion des Öffentlichen Dienstes gegenüber der freien Wirtschaft, wo Frauen gerne wegen ihres Geschlechtes Monat für Monat auf dem Gehaltszettel diskriminiert werden. „Alle Lehrerinnen und Lehrer einer Ausbildungsrichtung werden in die gleiche Besoldungsstufe eingruppiert und erhalten gleichen Lohn für gleiche Arbeit“, sieht der VBE-Sprecher anlässlich des Weltfrauentages den gern gescholtenen Öffentlichen Dienst als lobenswertes Vorbild für die Gleichstellung von Mann und Frau.
Von den vielfältigen Möglichkeiten der Teilzeitarbeit und der Beurlaubung profitieren insbesondere Lehrerinnen, die so leichter Schule und Familie unter einen Hut bringen können. Auch hier ist der Öffentlichen Dienst Vorreiter in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf und damit ein Wegweiser für Industrie, Handel und Gewerbe gegen die Benachteiligung von Frauen.
Schon lange haben die Frauen auf dem Bildungs- und Erziehungssektor die absolute Mehrheit erobert. Männer sind vor allem im Elementar- und Primarbereich eher die Ausnahme. In Baden-Württemberg ist mit rund 90 Prozent der Frauenanteil an den Seminaren für Grund- und Hauptschullehrkräfte am höchsten, dicht gefolgt vom Sonderschulbereich. Männer, die im Kindergarten oder in der Grundschule arbeiten, haben Seltenheitswert. „Immer noch genießt die Arbeit mit Kindern gesellschaftlich wenig Ansehen“, moniert der VBE-Sprecher. Wer Männer als „Kindergärtner“ oder Grundschullehrer gewinnen wolle, müsse das Berufsbild Erzieher und Lehrer aufwerten und attraktivere Arbeitsbedingun-gen anbieten. Dies beinhaltete eine bessere Besoldung und die Möglichkeit des beruflichen Aufstieges, was wiederum auch allen Frauen zu Gute käme, die in Führungspositionen im Schuldienst in der Tat unterrepräsentiert seien.
Während Mediziner oder Juristen stolz auf ihre Profession seien, fehle Lehrern häufig das nötige Selbstbewusstsein für diesen Stolz. Mit verantwortlich für die Zurückhaltung der Pädagogen sei, dass Lehrer als Berufsgruppe öffentlich immer wieder genüsslich demontiert werden. Von der Schule erwarte man die Lösung aller gesellschaftlichen Probleme, traue aber im Grunde genommen den Lehrern nur wenig oder gar nichts zu.
7. März 2010
www.vbe-bw.de 
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