VBE bekräftigt Acht-Prozent-Forderung
Berlin - Die Forderung nach acht Prozent mehr Bezahlung, mindestens aber 200 Euro, für Erzieherinnen und kommunal beschäftigte Lehrerinnen und Lehrer bekräftigte heute der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger. Mit Blick auf die morgen in Potsdam beginnende nächste Verhandlungsrunde über den Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD) für die Beschäftigten in Bund und Kommunen unterstrich Eckinger: „Für die Kolleginnen und Kollegen ist es selbstverständlich, qualifizierte pädagogische Arbeit zu leisten. Es ist höchste Zeit, dass sich dies nach mehr als drei Jahren der Enthaltsamkeit endlich im Einkommen widerspiegelt.“ Von den Arbeitgebern erwarte er, so der VBE-Bundesvorsitzende, eine konstruktive Verhandlungsposition. Es gehe nicht nur um mehr Geld, es gehe ebenso um die Anerkennung pädagogischen Engagements und die Motivierung der Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst. Als „wertvolle Unterstützung“ bewertete Ludwig Eckinger den Rückhalt in der deutschen Bevölkerung. Nach einer Umfrage halten sechs von zehn Bundesbürgern die Tarifforderungen von dbb tarifunion und ver.di für mindestens angemessen.
„Eine positive Reaktion der Arbeitgeber von Bund und Kommunen auf die Tarifforderungen ist ein Gebot der Vernunft“, betonte Helmut Liebermann, Referent für Tariffragen beim VBE Bundesverband und stellvertretender Bundesvorsitzender der dbb tarifunion. Der Wirtschaftsaufschwung müsse nunmehr wie bei den Bundestagsabgeordneten auch bei den Pädagoginnen und Pädagogen des Bundes und der Kommunen ankommen. Ein deutliches Signal der gesellschaftlichen Anerkennung sei auch im Hinblick auf die dringend nötige Gewinnung von Berufsnachwuchs überfällig, so Liebermann.
Die Lehrergewerkschaft VBE vertritt auch die Interessen von Erzieherinnen und Erziehern sowie im Kommunaldienst beschäftigten Lehrerinnen und Lehrern und ist unter dem Dach der dbb tarifunion bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst vertreten. ◆
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