VBE fordert nationale Bildungsstrategie
Berlin - „Es muss endlich Schluss sein mit den bildungspolitischen Einzelgängen von Bund und Ländern“, betont der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger. Aus Anlass des heutigen Amtsantritts von KMK-Präsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer bekräftigt Eckinger: „Dringender denn je ist eine nationale Bildungsstrategie. Bund und Länder müssen ihre Offensiven und Initiativen endlich zu einem schlüssigen Ganzen verbinden. Das erwartet der VBE.“ Das ungelöste Problem der Bildungsgerechtigkeit könne nur angepackt werden, so Eckinger weiter, wenn alle Bildungsbereiche von der frühkindlichen Bildung über die schulische Bildung bis zur Weiterbildung in eine Gesamtstrategie zusammengeführt würden. Der VBE-Bundesvorsitzende warnte, der Glanz von Einzelinitiativen könne schnell verblassen, wenn die Substanz aufgezehrt werde.
Von der KMK erwartet VBE-Bundesvorsitzender Ludwig Eckinger, sie müsse sich endlich zur Gleichwertigkeit der Lehrämter bekennen und dementsprechend auf bundesweit gültige Standards für eine berufsfeldorientierte Lehrerbildung einigen. „Das Lehrerimage zu erhöhen, heißt für den VBE, die Gleichwertigkeit aller Lehrämter anzuerkennen. Genau das muss die Bologna-Reform der Lehrerbildung gewährleisten. Sonst verfehlt sie ihr Ziel.“ Eckinger bekräftigt: „Der VBE fordert für alle Lehrämter den universitären Master mit 300 Leistungspunkten. Bisher haben sich nur zwei Bundesländer zur Gleichwertigkeit bekannt, Nordrhein-Westfalen und Sachsen.“ In den anderen Ländern gebe es massive Versuche, vor allem die Grundschullehrämter nur mit einem Bachelor oder einem leichtgewichtigen Master abspeisen zu wollen. ◆
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